Donnerstag, 17. März 2011

SCHWEBEN UEBER MITTELERDE

gruess euch liebe familie, freunde & herzensdame,

es meldet sich der klitsch nasse, da nicht mehr im van (links) reisende radler. bin nun dank der jungs, die mich ein ganzes stueck die westkueste mit gen sueden genommen haben, etwa in der mitte der insel angelangt und wie erwaehnt macht der ruf dieser kueste seinem namen alle ehre: es regnet, regnet & regnet.

allerdings bin ich ja spontan wie ihr wisst und so habe ich vorgestern die gunst der kurzen sonnenstunde genutzt und bin einem strassenschild gefolgt, auf dem ein hubschrauber gezeichnet war. so habe ich mir einen kindheitstraum erfuellt & bin ueber mittelerde geschwebt. phantastisch kann ich nur sagen. wir flogen ueber die in kuestennaeh gelegenen regenwaelder hinaus, liessen die baumgrenze hinter uns & der kleine schatten des hubis flitzte dann ueber die riesigen gletscher bis hin zum mt. cook in dreieinhalb tausend meter. da unten wurde tatsaechlich herr der ringe gedreht und was soll ich sagen, das waren mit die faszinierendsten eindruecke, die ich in meinem leben bis jetzt geniessen konnte. und das unglaublichste war, dass der pilot gerade einmal 25 jahre alt war. so jung und so ein traumjob. jeden tag diese FREIHEIT. glueckspilz. hier ein paar eindruecke,wenn auch im kleinen format (freut euch auf die diashow).




























































ansonsten hier noch ein paar schnappschuesse vom hokatika-festival. die leute drehen echt am rad, wenn sie mal duerfen. sollen sie, find ich gut. habe in der nacht ohne zelt in den duenen am strand "der tausend lagerfeuer" gepennt und wieviele besoffene in dieser nacht fast ueber mich gestolpert sind.

man man - kiddis und alk, das erweckt apfelkorn-erinnerungen (jemand fuehlt sich jetzt angesprochen!)


























































habe auch noch ein paar bilder von den jungs aus dem nationalpark und streckeneindruecke der letzten tage mit hochgeladen. viel spass beim schauen.

werde heute weiter gen sueden fahren, nachdem ich gestern ganz dekadent die heissen baeder hier am franz josef gletscher genossen hab. gut gehen lassen ihr lieben, bis bald.












































































zum schluss noch ein paar worte zu japan. habe das land vor einiger zeit selbst bereist und kenne die liebenswuerdigkeit der menschen dort. schlimme sache. auch wenn der blog den eindruck entstehen laesst, dass fuer mich die zeit stillzustehen scheint (wer immer der ANONYME kommentator war!), ich nehme anteil. auf bald, andi 

Samstag, 12. März 2011

Wildnis, Hippis & ich



Liebe Leute daheim.
Spektakuläre Tage liegen hinter mir. Nachdem ich Wellington gut ausgeruht und voller Erwartungen auf die Südinsel verlassen habe, bin ich nun vollends (auch mit dem Geist - der reist immer etwas zeitverzögert hinterher) auf dieser Insel angekommen. Die ersten Tage waren NASS. Doch daran muss ich mich nun für die nächsten 6 Wochen gewöhnen - kein bequemes Kontinentalklima hier, wie wir das in Europa gewöhnt sind. Dafür viele gutgelaunte Menschen.

Zwar habe ich wieder einiges an Gepäck in Wellington (mittlerweile liegt in ganz Neuseeland Zeugs von mir bei irgendwelchen Leuten rum) zurückgelassen, doch machen mir die Berge schon ganz schön zu schaffen. Ich verjünge mich gerade, der Beinumfang wächst und wächst..

Vor einer Woche habe ich in einem Bergdorf eine Gruppe echt freundlicher Hippi-Jungs getroffen, die sich gerade auf eine Wanderung in die Wildnis, in den Nelson Lakes National Park, vorbereitet haben. Wurde eingeladen mitzulaufen und so ergab sich eine Woche Natur pur mit 8-Stunden-walks am Tag über Stock und Stein (da sag einer, Hippis seien unsportlich) und Übernachtungen in wunderschön gelegenen Berghütten. Wir hatten zwar etwas zu wenig zu essen mitgenommen, doch wurde alles BRÜDERLICHST geteilt. Wirklich beeindruckende Sache - wurde innerhalb einer viertel Stunde komplett in die Runde integriert. Das Klopapier allerdings, so dachte ich anfänglich, sei ein Problem (die hatten ihres vergessen, so musste meine 3/4 Rolle für uns 5 Leute 1 Woche reichen). Und Krass - es klappte, blieb sogar noch was übrig..

Jetzt sind wir seit gestern wieder in der Zivlisation und ich reise im Bus mit dem Rad auf dem Dach etwas mit. Es sind zwei Köche unter den Jungs, sodass es jeden Abend Gourmetessen gibt. Gut, um die in der letzten Woche wirklich restlos aufgebrauchten Fettreservern wieder aufzufüllen. Doch wenig der Worte! Ich werde die Bilder wieder sprechen lassen. Lasst es euch gut gehen, bis zum nächsten mal.


Pause am letzten Wandertag im Hochmoor.
der Pferdeschädel am Kühler..

Morgenstimmung

Kermet der Frosch lacht.
Ich und Wildnis




KALT!
plärrende Möwen

Montag, 28. Februar 2011

Von Stratford nach Wellington

first 3, later 2 wheels
ein wunderschoenes hallo nach deutschland.
nachdem ich die letzten tage auf der hauptstrasse nr. 1 in Neuseeland zubringen musste, da diese die einzige nord-sued verbindung ist, bin ich jetzt gut in wellington gelandet. wieder hat mich ein echt netter mensch aufgenommen - dieses couchsurfing ist wirklich eine gute erfindung. uebermorgen werde ich dann auf die suedinsel uebersetzen - doch zuvor zu den geschehnissen der letzten tage, die so haengen geblieben sind.

was alles geschehen kann, wenn man wirklich mal ganz ohne plan nur mit einer ungefaehren richtung unterwegs ist, scheint erstaunlich. als ich vor drei tagen so an einem menschenleeren strand vor mich hingezeltet und mein fruehstuecksmuesli gegessen habe, kommen zwei reiter daher, um mich kurzerhand in ihr haus einzuladen. war nicht einfach zu finden in der pampa, doch die lose beschreibung einer "big red garage" auf dem feld hat mich schliesslich ans ziel gefuehrt. aus der einladung zum kaffee wurde eine einladung zum bleiben. so kam es, dass ich von den McDonalds bekoestigt wurde, eine jeep sightseeing tour genoss und obendrein die ****ferienlodge bewohnen durfte. deren hund peanut (foto unten) kreuzt beim fressen im stand die hinterbeine - ich hab mich fast totgelacht bei dem anblick.

heute morgen - eher mittag (ich schlafe wirklich viel, was aber angesichts der 60-80 km am tag denke ich ok ist) bin ich, noch etwas schlaftrunken, eine weide heruntergeradelt. normalerweise findet man hier milchkuehe und schafe. auf dieser weide standen aber ein paar echt gross geratene BULLEN - und was fuer exemplare. nun sind meine fahhradtaschen rot. was tun bullen, wenn sie etwas rotes, sich bewegendes sehen? ganz recht. die erde hat ohne uebertreibung gebebt. der elektroschock am zaun hat sie aufgehalten. danach war ich wach!

von diesen erlebnissen gibt es viele, doch will ich euch mit text nicht langweilen. ich beobachte viel - hier hab ich die zeit dafuer. ich geniesse es, in den tag hineinzuleben, erlerne elementare dinge ganz neu: zum beispiel zu akzeptieren, dass man manche berge nun mal nur im kleinsten gang und sehr langsam hochkommt (das leben ist wie ein berg).


thank you!

peanut